Chronik
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- Veröffentlicht am Montag, 20. Juni 2011 22:32
Chronik der Freiwilligen Feuerwehr Buch am Forst
von Andreas Welz
Feuer! Feuer! hallte es Jahrhunderte entsetzt in die nächtliche Stille, stürmte Glockenklang über die Dächer hinweg, rief einer dem anderen zu und wie das Feuer selbst, raste dieser Schreckensruf von Mund zu Mund, von Haus zu Haus, um dem rasenden Inferno Einhalt zu gebieten.
Waren in der Frühzeit Löscheimer und Einreißhaken, die einzigen Hilfsmittel, um verheerende Brände zu bekämpfen, so wurden ab 1850 technische Hilfsmittel eingesetzt, die Mobilität und die Löscheffekte zu verbessern. Doch was hilft ein gutes Gerät, wenn man nicht geschultes und geübtes Personal hat, um es sinnvoll zur Rettung von Leben sowie von Hab und Gut einzusetzen.
In Buch am Forst waren es verantwortungsvolle Bürger, die sich durch Polizei-Verordnung aber auch freiwillig zum Löschdienst verpflichteten. Durch den Einsatz einer Feuerlöschmaschine, die im Jahre 1852 im Rechnungsbuch der Gemeinde im Inventar ausgewiesen wird, können wir davon ausgehen, dass unsere Feuerwehr in den Jahren 1849, 1850 oder 1851 gegründet wurde. Im Rechnungsbuch von 1848 werden Feuerlöschmaschine, Feuerpatschen , Löscheimer oder Feuerleitern noch nicht erwähnt.
Mit der Gründung der ersten freiwilligen Feuerwehren in Deutschland im Jahre 1841 in der Stadt Meißen, dem „Freiwilliges Lösch- und Rettungskorps“ und 1849 in der Stadt Augsburg, dem „Rettungsverein bei Feuersgefahr“, entstanden auch die ersten Feuerwehren in Bayern. Bald folgten die Gründungen der Feuerwehren Lindau i.B., Rothenburg o.d.T. und Schweinfurt (1854), Nördlingen (1855), dann die Feuerwehr der Kattunfabrik in Augsburg als erste Fabrikfeuerwehr (1856).
Somit ist die Feuerwehr in Buch am Forst, eine der ersten in Bayern. Weitere Nachforschungen werden den genauen Zeitpunkt der Gründung ergeben. Leider existieren nur noch ganz wenige Dokumente und Archivalien im Lichtenfelser Stadtarchiv. Auch im Bamberger Staatsarchiv ist Lichtenfels „ein weißer Fleck auf der historischen Landkarte“, wie sich Archivdirektor Dr. Stefan Nöth ausdrückt. In den Jahren 1903 und 1950 wurden in Buch Archivverzeichnisse angelegt, die uns vorliegen. So können wir feststellen, was einmal vorhanden war und in welcher Richtung man weiter forschen kann, um die verlorene Vergangenheit unseres Ortes und der Feuerwehr wiederzufinden.
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